Bundesliga

  • Wieso lässt Favre die T-Frage offen?
    von Patrick Berger am 25. Oktober 2020 um 22:15

    Der Torwart-Wirbel beim BVB hält auch nach dem 3:0-Sieg im Revierderby gegen Schalke 04 an! (Spielbericht: Borussia Dortmund – Schalke 04)Auf die Frage von ZDF-Reporterin Claudia Neumann, ob Roman Bürki jetzt wieder die Nummer 1 im BVB-Tor ist, reagierte Lucien Favre nach dem Spiel ziemlich schräg. „Ihre Frage gefällt mir nicht“, sagte der Trainer leicht angesäuert.Eine Frage, die allerdings völlig legitim ist. Und die sich auch viele Personen intern beim BVB stellen. Zuletzt nahm Favre Stammtorwart Bürki für vier Pflichtspiele überraschend aus dem Tor und gab Stellvertreter Marwin Hitz den Vorzug. Bürki war zwischenzeitlich an der Hüfte angeschlagen und hatte einen Infekt. In den vergangenen drei Wochen war der 29-Jährige aber eigentlich wieder voll fit.Was hat Favre gegen Bürki? Der 62-Jährige lässt die Torwart-Frage offen, indem er ein Bürki-Bekenntnis ausließ und obendrauf auch noch sagte: „Alle haben Konkurrenz.“Zorc und Kehl anderer Meinung als Favre?Offenbar gibt es auch klubintern unterschiedliche Auffassungen. Michael Zorc sagte zu Sky: „Jetzt ist Roman wieder im Tor und ist die Nummer 1. Für mich ist die Sache klar. Roman war die letzten Jahre die Nummer 1, es gibt aus meiner Sicht keinen Anlass, daran etwas zu ändern.“ Der Sportchef fügte aber auch an: „Aber am Ende stellt immer der Trainer auf.“Und Sebastian Kehl sagte im ZDF: „Roman hatte eine Verletzung und Marwin hat es ganz gut gemacht. Trotzdem ist Roman als unsere Nummer 1 in die Saison gegangen und hat es in der Vergangenheit auch gut gemacht. Er bleibt unsere Nummer 1 in der Form.“ Auch der Lizenzspielerchef schob nach: „Eines steht aber auch fest: Am Ende entscheidet der Trainer.“Für Trainer-Legende Ewald Lienen gibt es ebenfalls eine klare Nummer 1. „Bürki ist der stärkere Torhüter“, sagte er im CHECK24 Doppelpass. „Aber wir kennen Favre doch. Vor einem Millionenpublikum sagt der in der Regel gar nichts. Das ist ein Grundprinzip von ihm, nach dem Motto: ‚Ich werde nicht öffentlich sagen, was ich tue und lasse.'“Nach SPORT1-Informationen gefällt den BVB-Bossen Favres Umgang in der Torwart-Frage nicht. Dass der Übungsleiter aus dem Nichts eine unnötige Baustelle eröffnet und damit ein brisantes Medienthema geschaffen hat, sehen auch die handelnden Personen der Borussia kritisch. Vor dem Schalke-Spiel soll es deshalb auch ein Gespräch zwischen der sportlichen Führung und Favre gegeben haben.Tippkönig der Königsklasse gesucht! Jetzt zum SPORT1 Tippspiel anmeldenFavre bleibt den Torhütern eine Begründung schuldigIm CHECK24 Doppelpass äußerte sich SPORT1-Experte Marcel Reif zu dem Thema. „Die Vereinsführung will es offensichtlich anders als Favre, das sehe ich als Problem“, sagte Reif und fügte an: „Das, was Favre sagt, klingt wie: ‚Ich habe mich nicht entschieden, ich will den Konkurrenzkampf.‘ Das Konfliktpotenzial, das er sich mit dieser Baustelle nach innen schafft, ist groß.“Beide Torhüter sollen im Übrigen auch keine richtige Begründung von Favre erhalten haben, wieso es zwischenzeitlich zum Wechsel im Tor kam.“Da wird ein Thema aufgemacht, dass ich nicht nachvollziehen kann“, meinte Reif: „Ich weiß nicht, was Favre da reitet, es kann gute Gründe geben.“Sicherlich: Hitz ist ein exzellenter Bürki-Vertreter. Der 33-Jährige machte seine Sache stets gut, wenn er gebraucht wurde. In seinen beiden Ligaspielen in dieser Saison hielt der den Kasten sauber, wehrte alle fünf Torschüsse ab. Bürki aber ist die Nummer 1 im schwarz-gelben Kasten. In seiner Anfangszeit beim BVB immer wieder mit Fehlern behaftet, kämpfte sich der Schlussmann stark zurück und gilt mittlerweile als sicherer Rückhalt.DAZN gratis testen und die Bundesliga live & auf Abruf erleben | ANZEIGEVor vier Monaten verlängerten die Dortmunder den Vertrag deshalb auch mit dem Schweizer, an dem auch der FC Chelsea zwischenzeitlich dran war, bis 2023 – und das trotz schwieriger Corona-Zeiten zu besseren Konditionen. Rund 6 Mio. Euro soll Bürki seither in Dortmund verdienen. Eine Form der Wertschätzung.Zorc sagte damals: „Wir freuen uns, dass in Roman einer der konstantesten Torhüter der Bundesliga weiterhin bei uns zwischen den Pfosten steht. Damit ist eine wichtige Position langfristig und exzellent besetzt.“Das scheint Favre, der beide Torhüter auf dem gleichen Niveau sieht, aktuell ein wenig anders zu sehen. „Er (Bürki) spielt heute Abend und wir denken nur an heute, nicht ans nächste Spiel“, sagte der Trainer vor dem Derby. „Wir werden sehen.“

  • Nach Davies-Schock: Überrascht Flick mit dieser Personalie?
    von Florian Plettenberg am 25. Oktober 2020 um 22:13

    Eine Verletzung mit Folgen.Nach wenigen Sekunden lag Alphonso Davies im Heimspiel gegen Eintracht Frankfurt (5:0) schmerzgekrümmt am Boden. Der Kanadier knickte an der Mittellinie mit seinem rechten Fuß ohne Fremdeinwirkung um, Thomas Müller rief „Sprunggelenk“ und Hansi Flick bestätigte nach Abpfiff: „Er hat eine Bänderverletzung. Ein Band ist gerissen, ein Band ist teilabgerissen. Wir rechnen mit sechs bis acht Wochen Ausfall.“ (Das Spiel zum Nachlesen im TICKER).Der Davies-Schock!Lucas Hernández hatte dem Shooting-Star der Vorsaison zuletzt den Rang abgelaufen. Davies, der seit dem Re-Start im Mai nahezu kaum eine Spielminute verpasste, steckte in den vergangenen Wochen etwas im Formtief, ihm fehlte Leichtigkeit und Spritzigkeiten. (SERVICE: Tabelle der Bundesliga)Nun fällt er dem FC Bayern wahrscheinlich bis Jahresende aus.“Wenn ein Spieler mit dieser Qualität ausfällt, tut das der Mannschaft weh. Wir müssen schauen, dass wir auf der Position kreativ werden und trotzdem die Möglichkeit haben, immer mal wieder zu wechseln“, sagte Flick.Welche Optionen hat der Triple-Trainer und was ist die wahrscheinlichste?Möglichkeit eins: Lucas HernándezDer Rekordtransfer des FC Bayern hat sich in der laufenden Saison einen Stammplatz erarbeitet und wird immer stärker. Der Franzose sieht sich selbst in der Innenverteidigung, wird als Linksverteidiger aber immer wichtiger für die Münchner, vor allem aufgrund seiner Aggressivität. Da er aktuell topfit ist, dürfte Hernández auf dieser Position vorerst weiterhin gesetzt sein.Tippkönig der Königsklasse gesucht! Jetzt zum SPORT1 Tippspiel anmeldenAuf SPORT1-Nachfrage sagte Flick zuletzt: „Er spielt die Position des Außenverteidigers sehr gut. Er bringt uns eine gewisse Qualität, auch im Spiel gegen den Ball. Ich bin sehr zufrieden. Er hat in der Endphase der letzten Saison gezeigt, wo er seine Stärken hat. Er zeigt die jetzt auch von Anfang an in dieser Saison.“Möglichkeit zwei: David AlabaDer Österreicher hat jahrelang bewiesen, dass er die Position des Linksverteidigers auf allerhöchstem Niveau im Schlaf beherrscht. Flick möchte ihn aber weiterhin in der Innenverteidigung einsetzen, weil er ihn auf dieser Position wertvoller findet. Erster Alaba-Ersatz in der Innenverteidigung wäre Hernández, weil beide Linksfüßer sind.Möglichkeit drei: Rémy Vita“Wir haben auch noch eine U23 und müssen mal schauen, ob wir da einen Spieler dabei haben, der uns auf dieser Position immer mal wieder aushelfen kann“, verkündete Flick am Samstagabend. Eine Linksverteidiger-Option ist nach SPORT1-Informationen der 19 Jahre alte Sommerneuzugang von Frankreich-Zweitligist ES Troyes AC (SPORT1 berichtete).Der französische Linksverteidiger (Vertrag bis 2024) debütierte zuletzt für Bayern II in der dritten Liga gegen Viktoria Köln (2:3) und überzeugte in knapp 70 Minuten Spielzeit. Am Bayern-Campus hat man vom ihm eine hohe Meinung. Beim 2:0-Heimsieg gegen Waldhof Mannheim traf Vita bei seinem Startelfdebüt zum 2:0-Endstand. Gut möglich, dass er sich bald schon bei Flick zeigen darf.Möglichkeit vier: Alexander LungwitzDer 20 Jahre alte gebürtige Münchner wechselte diesen Sommer auf Leihbasis mit Kaufoption von Greuther Fürth zum FC Bayern und stand für Bayern II vom zweiten bis sechsten Spieltag immer in der Startelf. Vita ist mittlerweile am sechsmaligen deutschen U19-Nationalspieler vorbeigezogen.

  • DFL-Boss Seifert hört offenbar auf
    von SPORT1 am 25. Oktober 2020 um 21:49

    Seit 2005 ist Christian Seifert Geschäftsführer der Deutschen Fußball Liga – in gut anderthalb Jahren ist offenbar Schluss.Wie die Bild-Zeitung berichtet, werde Seifert seinen bis zum 30. Juni 2022 laufenden Vertrag nicht verlängern.Demnach habe Peter Peters, Vorsitzender des DFL-Aufsichtsrats, am Sonntagabend das Präsidium und das Gremium über Seiferts Entschluss in Kenntnis gesetzt. Eine offizielle Bestätigung stand zunächst noch aus.Nähere Gründe für Seiferts Rückzug nannte die Bild nicht. Es hieß, der 51-Jährige wolle nach dann 17 Jahren bei der DFL eine neue Herausforderung suchen.Seifert hat bei der Vermarktung der Bundesliga große Erfolge erzielt, während seiner Amtszeit stiegen die Medienerlöse von 400 Millionen Euro auf mehr als eine Milliarde Euro pro Spielzeit. Zuletzt hatte Seifert für sein Krisenmanagement während der Corona-Pandemie viel Anerkennung erhalten.Als erste Profiliga erarbeitete die DFL nach dem Lockdown im März ein Hygienekonzept, mit dem im Mai ein erfolgreicher Restart gelang. Das Konzept diente auch anderen Ligen und Sportarten als Vorbild.

  • Werder fürchtet längere Pause für Osako
    von SID am 25. Oktober 2020 um 20:48

    Werder Bremen fürchtet nach dem 1:1 (1:1) gegen die TSG Hoffenheim einen längeren Ausfall von Yuya Osako.Trainer Florian Kohfeldt musste den japanischen Stürmer am Sonntagabend kurz vor dem Ende der Partie aufgrund einer Knieverletzung vom Feld nehmen.Osako verletzt sich am Knie – auch Füllkrug angeschlagenOsako war in der 37. Minute für den mit Wadenproblemen ausgetauschten Niclas Füllkrug eingewechselt worden.“Wir haben zwei bittere Verletzungen. Bei Füllkrug scheint es nicht ganz so schlimm zu sein, aber bei Yuya bin ich sehr vorsichtig, was die Prognose angeht. Das sah nicht gut aus“, sagte Werder-Trainer Kohfeldt bei Sky. Tippkönig der Königsklasse gesucht! Jetzt zum SPORT1 Tippspiel anmeldenDas nächste Spiel der Hanseaten steht am kommenden Samstag (15.30 Uhr) bei Eintracht Frankfurt an. 

  • „Anderes Element“: Younes bewirbt sich für Eintracht-Startelf
    von Christopher Michel am 25. Oktober 2020 um 19:35

    „Nein!“ Adi Hütter positioniert sich vor Spielen ganz selten, wenn er nach Einsätzen von einzelnen Spielern gefragt wird.Doch vor dem Duell gegen den FC Bayern München antwortete der Eintracht-Trainer eindeutig auf die SPORT1-Nachfrage, ob Amin Younes ein Startelfkandidat sei. Der 27-Jährige musste trotz guten ersten Eindrücken beim deutschen Rekordmeister 45 Minuten warten und kam erst zur Pause, als es allerdings schon 0:2 stand.Hütter lobt Younes nach Einwechslung“Das war natürlich keine einfache Situation“, gab Hütter gegenüber SPORT1 nach der 0:5-Pleite in München zu. Doch an Younes waren die drei Gegentreffer im zweiten Durchgang nicht festzumachen. Der Confed-Cup-Sieger versuchte viel, ging ins Risiko und brachte sich gut ein.“Man sieht, dass er immer besser wird. Ihm fehlt noch Spielpraxis, aber er wird uns auf Dauer gesehen weiterhelfen“, sagte Hütter über seinen Neuzugang.Younes bringt eine bestimmte Unbekümmertheit mit, er sucht permanent die Eins-gegen-Eins-Duelle und wagt Zuspiele in die Tiefe. 26 Ballkontakte, eine Passquote von 75 Prozent und 45 Prozent gewonnene Zweikämpfe sind trotz hoher Niederlage eine insgesamt ordentliche Statistik.“Younes bringt mit seinen kleinen Bewegungen und seiner Spielintelligenz ein anderes Element in unser Spiel“, analysiert der Coach. Der 27-Jährige sei “sehr ehrgeizig”, er befinde sich auf einem „guten Weg“.Schlüsselspieler Kamada vom Platz genommenHütter nahm dafür sogar seinen Schlüsselspieler Daichi Kamada vom Platz, was aber nicht an der Leistung des Japaners lag. „Ich wollte Younes sehen“ so Hütter. Er hatte weitere Überlegungen: „Ich hätte auch eine Spitze rausnehmen und mit zwei Zehnern spielen können. Aber wir lagen mit 0:2 hinten und wollten den Anschlusstreffer erzielen.“Der CHECK24 Doppelpass mit Ewald Lienen, Cacau und Sascha Riether am Sonntag ab 11 Uhr im TV auf SPORT1Younes konnte sich vor den Duellen auf Augenhöhe, gegen die dann wohl eher etwas tiefer stehenden Gegner Werder Bremen und den VfB Stuttgart, dennoch anbieten.Der Offensivallrounder strebt in die Startelf und der wuchtige Sturm um Bas Dost und André Silva, dem für auf Konter ausgelegte Duelle wie in München das Tempo fehlt, ruft förmlich nach diesem „anderen Element“, das von Hütter so geschätzt wird. So wird der 50-Jährige nicht mehr lange an dem 1,68 Meter kleinen Dribbler vorbeikommen.Trotz deftiger Niederlage lässt sich sagen: Younes zählte in der Allianz Arena zu den Gewinnern bei der Eintracht.

  • Die Liga ist kaputt
    von WDR am 25. Oktober 2020 um 22:00

    Corona hin, Corona her: Die Bundesliga ist kaputt, findet Arnd Zeigler. Denn weil vor allem die Bayern seit Jahren so dominant sind, fehlt der Wettkampf – und damit die Spannung in den Spielen. So schön das für Bayern-Fans sicher ist, sich viele Tore ansehen zu können. Spannender ist es da dann schon in den unteren Ligen. Zum Beispiel beim Derby Rot-Weiss Essen gegen Rot-Weiß Oberhausen. Und was gibt es für einen besseren Anlass, zwei echte Fußball-Legenden zu besuchen: Ente Lippens und Fred Bockholt.

  • Werder Bremen gegen TSG 1899 Hoffenheim: 1:1, 5. Spieltag
    von sportschau.de am 25. Oktober 2020 um 18:53

    Werder Bremen hat sich vorerst im oberen Tabellenmittelfeld der Bundesliga festgesetzt. Gegner Hoffenheim wartet seit drei Spielen auf einen Sieg.

  • VfL Wolfsburg gegen Arminia Bielefeld: 2:1, 5. Spieltag
    von sportschau.de am 25. Oktober 2020 um 18:15

    Nach vier Remis in Folge hat der VfL Wolfsburg gegen Aufsteiger Arminia Bielefeld den ersten Saisonsieg eingefahren. Am Ende mussten die „Wölfe“ aber mächtig zittern.

  • Trotz Engpässen im Labor: Corona-Tests in der Bundesliga wohl kein Problem
    von sportschau.de am 25. Oktober 2020 um 08:40

    Trotz einiger Engpässe in den Labors muss sich die Fußball-Bundesliga wohl weiter keine Sorgen um ihre regelmäßigen Corona-Tests machen.

  • Revierderby: BVB knackt Schalkes dichtes Zentrum mit neuem System
    von sportschau.de am 24. Oktober 2020 um 20:30

    Ohne Mumm, ohne Schuss aufs Tor, ohne Chance: Der FC Schalke 04 verliert das Revierderby und baut dabei ein paar Spieler des Gegners Borussia Dortmund auf. Dem BVB half der Wechsel des Systems. Die Analyse.